Aktuelle Pressemeldungen

11/4/22

BMDV gefördertes Entwicklungsprojekt M2SAF zur Herstellung nachhaltigen Flugkraftstoffes aus Methanol erfolgreich gestartet

Bei den aktuellen Initiativen zur Schaffung nachhaltiger Raffinerie- und Petrochemie-Produkte spielt die Luftfahrtindustrie eine wesentliche Rolle. Markt und Gesetzgebung verlangen zunehmend nach nachhaltigem Kerosin. Der Bedarf an Kohlenwasserstoff-basiertem Flugkraftstoff, derzeit fast noch ausschließlich konventionell aus Rohöl hergestellt (Jet A1), wird in den nächsten Jahren aufgrund des weiter zunehmenden Flugbetriebs deutlich ansteigen. Gleichzeitig besteht im Bereich der Großraumflugzeuge nur sehr wenig Potential für andere Substitute wie z.B. Wasserstoffantriebe oder batteriebetriebene Flugzeuge.

Mögliche Alternativen sind nachhaltige Flugkraftstoffe (Sustainable Aviation Fuels, kurz SAF), die ohne große Modifikationen der Antriebe und der Infrastruktur als drop-in Kraftstoffe Anwendung finden. Hier existieren seit Jahren zahlreiche Technologien auf Basis von nachwachsenden oder synthetischen CO2-basierten Rohstoffquellen. Allen derzeitigen SAFs ist gemeinsam, dass sie in einer Mischung mit konventionellem Jet Fuel verwendet werden, je nach Herstellungsroute bis zu einer Menge von max. 50%.

Mit dem Projekt-Konsortium M2SAF haben sich Unternehmen mit dem Ziel zusammengetan, ein Verfahren zu entwickeln, das neben der Herstellung eines 100% drop-in fähigen SAF auch die dafür eingesetzte Prozessroute möglichst selektiv, mit minimalen zusätzlichen CO2 Emissionen und mit einem hohen Grad der Integrierbarkeit in bestehende Strukturen oder Neu-Installationen ermöglicht. Ausgangspunkt des Verfahrens ist nachhaltig hergestelltes Methanol.

Das auf 2,5 Jahre ausgelegte Entwicklungsprojekt wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) mit einer Gesamtsumme von ca. 5,2 Mio. Euro gefördert. Erfolgreich gestartet wurden die Aktivitäten im August 2022. Das Projekt umfasst neben der Katalysatorentwicklung, der Verfahrensentwicklung, der Anlagenintegration und der Auslegung einer Demo-Anlage auch die techno-ökonomische und ökologische Analyse sowie begleitende Unterstützung bei der Zertifizierung und Analyse der neuen Flugkraftstoffe.

Die Zusammensetzung des Konsortiums vereint dabei unterschiedlichste und sich ergänzende industrielle und akademische Expertisen:

BASF Process Catalysts entwickelt als weltweit führender Hersteller innovative Chemie- und Raffinerie-Katalysatoren, die sich an den Bedürfnissen ihrer Kunden orientieren. Im M2SAF-Projekt übernimmt BASF Process Catalysts die Katalysatorentwicklung und -bereitstellung. Dabei greift BASF Process Catalysts auf das breite Portfolio kommerzieller Katalysatoren zurück und erarbeitet zudem mit der Forschung und Entwicklung neue und innovative Lösungen für die M2SAF-Wertschöpfungskette.

thyssenkrupp Uhde verfügt als international tätiger Anlagenbauer über umfangreiche Engineering- und Kommerzialisierungs-Kompetenz und ist darüber hinaus als Verfahrensgeber zahlreicher nachhaltiger Technologien aktiv. Im M2SAF Projekt übernimmt thyssenkrupp Uhde die Entwicklung der Technologie, die Optimierung der Prozessschritte bezüglich Reaktionsführung und Effizienz, die Integration der Einzelprozesse in ein ökonomisches und nachhaltiges Gesamtverfahren sowie das Design der Demoanlage einschließlich der Kostenermittlung einer kommerziellen Anlage.

Die OMV Deutschland als Raffinerie- und Spezialchemie-Standort verfügt über langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Umsetzung innovativer Produktionstechnologien. Die Herstellung und Vermarktung von Kerosin (ca. 700 kt/a), unter anderem mit einer eigenen Pipelineanbindung zum Flughafen München, gehört neben der Petrochemie zu den Kerngeschäftsbereichen am Standort Burghausen und im Konzern. Mit ihrem Know-how zum Thema SAF und bei der Entwicklung und dem Bau flexibler Pilotanlagen – und insbesondere deren Integration in bestehende Anlagenstrukturen bis hin zur Skalierung auf großindustrielle Produktion - leistet die OMV einen wertvollen Beitrag im M2SAF Entwicklungsteam.

Das DLR verfügt im Bereich der Bewertung synthetischer Luftfahrttreibstoffe über vielfältige Erfahrungen, Methoden und internationale Netzwerke. Als Mitglied der ASTM unterstützt das DLR die Gestaltung neuer Normen (z.B. eines 100% SAFs). Für die Zulassung neuer Treibstoffe ist das DLR Ansprechpartner für das Treibstoff-Prescreening. In M2SAF bewertet das DLR die Zulassungsfähigkeit der erzeugten Treibstoffe mittels fortschrittlicher Machine-Learning Modelle sowie das Herstellungsverfahren mittels techno-ökonomischer und ökologischer Analyse.

ASG ist ein durch die DAkkS zertifiziertes Prüflabor für Analytik von Kraftstoffen und beschäftigt sich mit Standard- und Spezialanalytik für flüssige, feste und gasförmige Kraft- und Brennstoffe. Dabei stehen neben fossilen vor allem regenerative Kraftstoffe im Fokus, für deren spezifische Analyse die ASG in der Lage ist, Verfahren wie die zweidimensionale Gaschromatographie zu adaptieren. Für das M2SAF-Projekt werden diese Methoden mit neuartigen Detektoren kombiniert, um zusammen mit etablierten Methoden die vollständige Charakterisierung der komplexen Stoffgemische einschließlich Spurenbestandteilen zu ermöglichen. Zur Umsetzung der Ergebnisse in allgemein verfügbare Kraftstoffnormen verfügt ASG zudem über jahrelange Expertise in nationalen und internationalen Normungsgremien.

 

Kontakt BASF Process Catalysts:

Media Relations
Kerstin Hoffmann
kerstin.hoffmann@basf.com

 

Kontakt thyssenkrupp Uhde

Marketing & Communication
Christian Dill
christian.dill@thyssenkrupp.com

 

Kontakt OMV Deutschland GmbH

Communications Burghausen
Thomas Bauer
thomas.bauer@omv.com

 

Kontakt DLR

Communication & Press
Dr. Jens Mende
jens.mende@dlr.de

 

Kontakt ASG

Projektleiter & Communication
Dr. Klaus Tröster
klaus.troester@asg-analytik.de

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10/26/22

thyssenkrupp Uhde für großes Clean-Ammoniak-Anlagenbauprojekt in den USA ausgewählt

  • CO2-Reduzierung (CO2-Abscheidung und -Speicherung) minimiert Emissionen

  • uhde® Ammoniaktechnologie ermöglicht weltweit führende Einzelstranganlage von 3.500 t/Tag

thyssenkrupp Uhde wurde von Nutrien, einem der größten Anbieter von Pflanzennährstoffen, -inputs und -dienstleistungen als Technologielieferant und Partner für eine neue „Clean Ammonia“-Anlage ausgewählt. Vorbehaltlich der endgültigen Investitionsentscheidung von Nutrien, die für das Jahr 2023 erwartet wird, soll die geplante Anlage mit einer Kapazität von 3.500 Tonnen pro Tag am Standort von Nutrien in Geismar, Louisiana, USA, gebaut werden. Mehr als 90% der CO2-Emissionen werden abgeschieden und gespeichert (Carbon Capture and Storage, CCS).

„Diese Partnerschaft ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in unserem Bestreben, Lösungen anzubieten, die dazu beitragen, die weltweiten Dekarbonisierungsziele durch eine führende Rolle in der „Clean Ammonia“-Produktion zu erreichen“, sagt Trevor Williams, Interimspräsident, Nitrogen and Phosphate bei Nutrien. „Wir sind froh, einen erfahrenen Partner an unserer Seite zu haben, der sowohl über die Technologie als auch über die bewährte Umsetzungskompetenz verfügt, um uns auf diesem Weg zu begleiten, während wir uns bemühen, die Zukunft nachhaltig zu ernähren und zu versorgen.“

Dr. Cord Landsmann, CEO thyssenkrupp Uhde: „Wir freuen uns, dass wir der ausgewählte Technologiepartner sind und auch die Ausführung für dieses Projekt begleiten. Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass sich der Markt in Richtung nachhaltiges, sauberes Ammoniak bewegt. Wir von thyssenkrupp Uhde können diese einfach zu installierenden Lösungen in der erforderlichen Größenordnung liefern.“

Klimaschutz leichtgemacht: Emissionsminderung im großen Maßstab

Die geplante saubere Ammoniakanlage wird auf der autothermen Reformierungstechnologie (ATR) basieren, die eine nahezu CO2-freie Synthesegasproduktion aus Erdgas mit Hilfe von reinem Sauerstoff ermöglicht. In einem zweiten Schritt wird Ammoniak erzeugt und das CO2 aus dem Reformierungsteil wird abgeschieden und gespeichert. Dadurch werden die Emissionen auf ein Minimum reduziert. thyssenkrupp Uhde verfügt über mehr als 100 Jahre Erfahrung im Engineering und Bau von Chemieanlagen. Bis heute wurden mehr als 2.500 Anlagen realisiert. Als globaler Technologie- und EPC-Anbieter ist die Integration verschiedener Technologien und der Bau kompletter Chemiekomplexe Teil der Erfolgsgeschichte des Unternehmens.

Unter den 130 gebauten Ammoniakanlagen befinden sich einige der größten Anlagen weltweit, die regelmäßig neue Industriestandards setzen, wie z.B. uhde® dual pressure-Technologie für Anlagen. Neben der Düngemittelindustrie zielt thyssenkrupp Uhde mit seinen sauberen Ammoniak-Technologien auch auf den Markt für saubere Energie und vervollständigt die Wertschöpfungskette mit Lösungen für die Ammoniakspeicherung und das Ammoniak-Cracking (zur Wasserstoff-Rückgewinnung), die für den Übergang zu sauberer Energie relevant sind.

Über thyssenkrupp Uhde:

thyssenkrupp Uhde vereint einzigartiges technologisches Know-how und jahrzehntelange, weltweite Erfahrung in Planung, Beschaffung, Bau und Service von Chemieanlagen. Wir entwickeln innovative Verfahren und Produkte für eine nachhaltigere Zukunft und tragen so zum langfristigen Erfolg unserer Kunden in nahezu allen Bereichen der chemischen Industrie bei. Unser Portfolio umfasst führende Technologien für die Produktion von Basischemikalien, Düngemitteln und Polymeren sowie komplette Wertschöpfungsketten für grünen Wasserstoff und nachhaltige Chemikalien.

www.thyssenkrupp-uhde.com

Über Nutrien:

Nutrien ist der weltweit größte Anbieter von Pflanzenschutzmitteln und -dienstleistungen und spielt eine entscheidende Rolle dabei, Landwirten zu helfen, die Nahrungsmittelproduktion auf nachhaltige Weise zu steigern. Wir produzieren und vertreiben weltweit rund 27 Millionen Tonnen Kali-, Stickstoff- und Phosphatprodukte. Mit dieser Fähigkeit und unserem führenden Einzelhandelsnetz für die Landwirtschaft sind wir gut positioniert, um die Bedürfnisse unserer Kunden zu erfüllen. Wir arbeiten mit einer langfristigen Perspektive und verpflichten uns zur Zusammenarbeit mit unseren Stakeholdern bei der Umsetzung unserer wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Prioritäten. Die Größe und Vielfalt unseres integrierten Portfolios bietet eine stabile Ertragsbasis, vielfältige Wachstumsmöglichkeiten und die Chance, Kapital an unsere Aktionäre zurückzugeben.

www.nutrien.com

Kontakt:
thyssenkrupp Uhde
Christian Dill
Senior Communications Manager
Telefon: +49 231 547 3334
E-Mail: christian.dill@thyssenkrupp.com

Kontakt:
Nutrien
Megan Fielding
Vice President, Brand & Culture Communications
Telefon: +403 797-3015
E-Mail: Media@nutrien.com

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9/26/22

thyssenkrupp Uhde gewinnt Auftrag für emissionsreduzierte Koksofenbatterie in Japan

  • Erste Installation der umweltschonenden EnviBAT®-Technologie in Japan

  • Ersatz einer vorhandenen Batterie

thyssenkrupp Uhde hat von Nippon Coke & Engineering Co. (NCE) den Auftrag zum Bau und zur Lieferung einer neuen emissionsarmen Koksofenbatterie mit Schüttbetrieb in Japan erhalten. Die neue Batterie wird im Werk Kitakyushu als Ersatz für die bestehende Batterie 2A installiert. Bei diesem Projekt kommt das von thyssenkrupp Uhde entwickelte EnviBAT®-System zur Reduzierung der Emissionen während des Verkokungsprozesses zum Einsatz.

"Mit dieser hochmodernen, emissionsarmen Anlage leisten NCE und thyssenkrupp Uhde einen wichtigen Beitrag, um die japanische Kokerei-Industrie umweltfreundlicher zu machen", sagt Michael Petzinna, Executive Director der Operating Unit Coke Plant & Inorganic Acids. "Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und sind stolz darauf, unser jahrzehntelanges Anlagenbau- und Prozess-Know-how in das Projekt einbringen zu können." 

Das Projekt ist Teil der Modernisierung der Kokereien von NCE, bei der vier Koksofenbatterien aus den 1970er Jahren stillgelegt und durch neue, hochmoderne und emissionsarme Anlagen ersetzt werden sollen. Der Auftrag im Wert eines zweistelligen Millionenbetrags umfasst die Lieferung von Technologie und Engineering, die Beschaffung der Ausrüstung sowie die Bau- und Inbetriebnahmeüberwachung der neuen Anlage.

"Mit thyssenkrupp haben wir einen zuverlässigen Partner für das EP-Pad-up-Projekt ausgewählt. Das Unternehmen verbindet umfangreiche Erfahrungen im Anlagenbau mit effizienten Technologien, die die höchsten Umweltstandards erfüllen und übertreffen", sagte Hiroaki Matsuoka, Representative Director & President von Nippon Coke & Engineering, bei der Vertragsunterzeichnung.

EnviBAT®-Einzelkammerdruckregelung reduziert Emissionen

Die Einzelkammerdruckregelung EnviBAT® von thyssenkrupp Uhde ist bereits bei mehr als 30 Batterien installiert worden und damit in über 2.100 Koksöfen weltweit im Einsatz. Die kontinuierliche, intelligente Drucküberwachung und -regelung während des gesamten Verkokungsprozesses minimiert Emissionen effektiv. EnviBAT® verhindert, dass zu Beginn des Verkokungsprozesses hohe Gasdrücke in den einzelnen Ofenkammern der Batterien entstehen. Dadurch werden Emissionen durch die Ofenverschlüsse und die Rohgasvorlage nahezu vollständig eliminiert. Weitere effiziente Maßnahmen wie flexible, federbelastete Türsysteme, Steigrohrdeckel mit Wassertauchung und ein CONTROLPRESS™ Verankerungssystem sind ebenfalls dafür ausgelegt, Emissionen aus der Batterie zu vermeiden und einen optimierten Betrieb zu gewährleisten.

Über Nippon Coke & Engineering (NCE):

Nippon Coke & Engineering blickt auf eine mehr als 130-jährige Unternehmensgeschichte zurück und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Stahlindustrie mit hochwertigem Koks zu versorgen. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen zusätzliche Geschäftsbereiche, wie z. B. den Verkauf von Brennstoffen, das Recycling von Rohstoffen, den Verkauf von Maschinen und Anlagen, einschließlich der modernsten Pulver- und Granulatmaschinen der Branche, Immobilien, Logistik, IT-Dienstleistungen und vieles mehr.

www.n-coke.com

Über thyssenkrupp Uhde

thyssenkrupp Uhde vereint einzigartiges technologisches Know-how und jahrzehntelange, weltweite Erfahrung in Planung, Beschaffung, Bau und Service von Chemieanlagen. Wir entwickeln innovative Verfahren und Produkte für eine nachhaltigere Zukunft und tragen so zum langfristigen Erfolg unserer Kunden in nahezu allen Bereichen der chemischen Industrie bei. Unser Portfolio umfasst führende Technologien für die Produktion von Basischemikalien, Düngemitteln und Polymeren sowie komplette Wertschöpfungsketten für grünen Wasserstoff und nachhaltige Chemikalien. https://www.thyssenkrupp-uhde.com/

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8/31/22

thyssenkrupp Uhde baut „Blue Ammonia“-Anlage im Großmaßstab in Katar

  • uhde® Ammoniaktechnologie ermöglicht die weltweit größte Einzelstranganlage von 3.500 t/Tag

  • CO2-Reduzierung im Prozess (CO2-Abscheidung und -Speicherung) erhöht die Nachhaltigkeit

thyssenkrupp Uhde hat einen neuen Großauftrag von ihrem langjährigen Kunden, der QatarEnergy-Tochter Qatar Fertiliser Company (QAFCO), für das Engineering, die Beschaffung und den Bau einer Ammoniakanlage im Großmaßstab erhalten. Die Anlage kann ihre Gesamtproduktion CO2-reduziert betreiben („blaues Ammoniak“). Der Vertrag wurde am 31. August 2022 unterschrieben. Die Anlage soll im ersten Quartal 2026 fertiggestellt werden. Das Projekt wird in einem Konsortium mit Consolidated Contractors Company (CCC) realisiert, einem führenden Bauunternehmen im Nahen Osten. Dank der uhde® Ammoniaktechnologie wird die Einzelstranganlage eine Rekordkapazität von 3.500 metrischen Tonnen Ammoniak pro Tag haben. Damit wird die starke Position von thyssenkrupp Uhde im Mega-Scale-Markt weiter ausgebaut.

Martina Merz, CEO thyssenkrupp AG: „thyssenkrupp pflegt seit langem Geschäftsbeziehungen zu Katar, und wir freuen uns, heute diesen Vertrag zu unterzeichnen. Mit unserer bewährten Technologie- und Innovationskompetenz legen wir gemeinsam mit unseren Kunden den Grundstein für nachhaltige Lösungen.“

Dr. Cord Landsmann, CEO thyssenkrupp Uhde: „Das anhaltende Vertrauen unseres geschätzten Kunden zeigt deutlich, dass wir Lösungen für die gestiegene Nachfrage an sauberem Ammoniak liefern können. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um blaues oder grünes Ammoniak handelt oder dies als Düngemittel oder als Transportmedium für Wasserstoff eingesetzt wird. Mit unserer bewährten uhde® dual pressure-Technologie können wir sauberes Ammoniak in großen Mengen herstellen und sind stolz darauf, QAFCOs Partner in diesem Leuchtturmprojekt zu sein. Wir sind bereit für die grüne Transformation.“

Führende Technologien zur Emissionsminderung entlang der gesamten Wertschöpfungskette

thyssenkrupp Uhde hat mehr als 100 Jahre Erfahrung im Engineering und Bau von Chemieanlagen. Bis heute wurden mehr als 2.500 Anlagen realisiert. Die 130 gebauten Ammoniakanlagen gehören zu den größten Anlagen weltweit und setzen regelmäßig neue Industriestandards, wie die uhde® dual pressure-Technologie für Anlagen. Neben der Düngemittelindustrie zielt thyssenkrupp Uhde mit seinen sauberen Ammoniak-Technologien auch auf den Markt für saubere Energie ab und vervollständigt die Wertschöpfungskette durch das Angebot von Lösungen für die Ammoniakspeicherung und das Ammoniak-Cracking (zur Wasserstoff-Rückgewinnung), die für den Übergang zu sauberer Energie relevant sind.

In der Düngemittelindustrie ist thyssenkrupp Uhde ein Anbieter von Komplettlösungen mit höchsten Standards und führenden Technologien, die den Übergang zu mehr Nachhaltigkeit unterstützen. Technologien mit langsamer Freisetzung wie Urease-Inhibitoren oder umweltfreundliche PLA-Beschichtungen (Polymilchsäure) tragen dazu bei, höchste Emissionsstandards zu erfüllen. Anlagen zur Luftreinigung oder ACT (ammonia convert technology) in der UFT® Wirbelschicht-Granulierung minimieren Staub- und Ammoniakemissionen, und EnviNOx®-Reaktoren in Salpetersäureanlagen ermöglichen eine nahezu vollständige Beseitigung von NOx und N2O-Emissionen. All diese Technologien sind auf die Anforderungen der Kunden zugeschnitten und werden in flexiblen Ausführungsarten angeboten, von der reinen Lizenzierung bis hin zum vollständigen EPC-Auftrag.

Über Qatar Fertiliser Company (QAFCO):

Das 1969 gegründete Unternehmen QAFCO hat sich in den letzten fünf Jahrzehnten kontinuierlich zu einem Düngemittelhersteller von Weltrang entwickelt. QAFCO war das erste Großunternehmen des Landes im petrochemischen Sektor und wurde gegründet, um die Wirtschaft zu diversifizieren und die enormen Gasreserven des Landes zu nutzen. Heute befindet sich QAFCO zu 100 % im Besitz von Industries Qatar (IQ), dem Downstream-Investitionszweig von QatarEnergy.

Über Consolidated Contractors Company (CCC):

Die 1952 gegründete Consolidated Contractors Company ist ein weltweit diversifiziertes Unternehmen, das sich auf Ingenieur- und Bauleistungen spezialisiert hat. CCC hat sich zu einem der führenden internationalen Bauunternehmen mit einem weltweiten Umsatz von über 4 Mrd. US$ entwickelt. CCC beschäftigt über 30.000 Mitarbeitende aus mehr als 60 Ländern und besitzt über 7.400 Anlagen und Geräte. Das Unternehmen ist seit 1989 in Katar tätig und hat es durch Beharrlichkeit, Professionalität und vor allem durch sein Engagement für die Entwicklungsvision von Katar geschafft, große Baurekorde zu brechen und an ikonischen Megaprojekten wie den LNG-Zügen von Qatargas, Pearl GTL, dem Hafen von Ras Laffan, der Khalifa Sports Hall, den Mega-Wasserreservoirs und zuletzt dem North Field East Onshore Project beteiligt zu sein. www.ccc.net

Über thyssenkrupp Uhde:

thyssenkrupp Uhde vereint einzigartiges technologisches Know-how und jahrzehntelange, weltweite Erfahrung in Planung, Beschaffung, Bau und Service von Chemieanlagen. Wir entwickeln innovative Verfahren und Produkte für eine nachhaltigere Zukunft und tragen so zum langfristigen Erfolg unserer Kunden in nahezu allen Bereichen der chemischen Industrie bei. Unser Portfolio umfasst führende Technologien für die Produktion von Basischemikalien, Düngemitteln und Polymeren sowie komplette Wertschöpfungsketten für grünen Wasserstoff und nachhaltige Chemikalien. https://www.thyssenkrupp-uhde.com/

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Christian Dill
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E-mail: christian.dill@thyssenkrupp.com

 

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4/26/22

BASF und thyssenkrupp Uhde optimieren die STAR-Prozess® Dehydrierungstechnologie und weisen erhebliche Nachhaltigkeitsvorteile nach

  • Patentierter Prozess für die Produktion von Propylen aus Propan bzw. Isobutylen aus Isobutan

  • Senkung der CO2-Emissionen und Betriebskosten durch geringeren Energiebedarf um bis zu 30%

  • Deutlich reduzierte Investitionskosten und erheblich verringerter Rohstoffverbrauch

BASF und thyssenkrupp Uhde haben die STAR-Prozess® Dehydrierungstechnologie deutlich verbessert. Bei diesem eigens von thyssenkrupp entwickelten Prozess wird Propylen aus Propan bzw. Isobutylen aus Isobutan hergestellt. Die Partner haben die Technologie optimiert und den Energieverbrauch gesenkt, sodass CO2-Emissionen und Betriebskosten bis zu 30% reduziert werden können. Zudem werden auf diese Weise auch die Investitionskosten sowie der Rohstoffverbrauch gesenkt. Seit Beginn des gemeinsamen Entwicklungsprogramms im Jahr 2020 konzentriert sich thyssenkrupp Uhde auf die Optimierung und Weiterentwicklung des STAR-Prozess®, während BASF die geplanten Verbesserungen mithilfe eines erweiterten Prüfprogramms validiert hat.

„Die Zusammenarbeit zwischen BASF und thyssenkrupp Uhde in den letzten 18 Monaten seit Ankündigung der gemeinsamen Entwicklungsvereinbarung verlief außergewöhnlich gut und reibungslos“, sagt Guido Daniel, Executive Director Petrochemicals and Polymers bei thyssenkrupp Uhde. „Die Teams beider Partner haben mit ihrer spezifischen Expertise dazu beigetragen, den Dehydrierungsprozess weiter zu verbessern. Die Ergebnisse zeigen, dass wir unsere Ziele im Hinblick auf die Senkung des Energie- und Rohstoffverbrauchs im STAR-Prozess® deutlich übertroffen haben.“

Detlef Ruff, Senior Vice President Process Catalysts bei BASF, sagt: „Wir sind stolz darauf, bei diesem Projekt mitzuwirken und unser einzigartiges Fachwissen als weltweit führender Katalysatorhersteller einzubringen. Dieses gemeinsame Projekt ist ein perfektes Beispiel dafür, wie wir Nachhaltigkeit für unsere Kunden und Partner ermöglichen.“

Über den Unternehmensbereich Catalysts von BASF

Der Unternehmensbereich Catalysts von BASF ist der weltweit führende Anbieter von Umwelt- und Prozesskatalysatoren. Er bietet hervorragende Expertise bei der Entwicklung von Technologien zum Schutz der Luft, zur Produktion von Kraftstoffen und zur effizienten Herstellung einer Vielzahl von Chemikalien, Kunststoffen und anderen Produkten inklusive Batteriematerialien. Mit unserer branchenweit führenden F&E-Plattform, unserem leidenschaftlichen Streben nach Innovationen und unserem umfassenden Wissen über Edel- und Nichtedelmetalle entwickelt der Unternehmensbereich Catalysts von BASF eigene, einzigartige Katalysatoren und Adsorptionsmittel, die unseren Kunden helfen, noch erfolgreicher zu sein. Weitere Informationen über den Unternehmensbereich Catalysts von BASF sind online verfügbar unter www.catalysts.basf.com.

Über BASF

Chemie für eine nachhaltige Zukunft, dafür steht BASF. Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Rund 111.000 Mitarbeitende in der BASF-Gruppe tragen zum Erfolg unserer Kunden aus nahezu allen Branchen und in fast allen Ländern der Welt bei. Unser Portfolio umfasst sechs Segmente: Chemicals, Materials, Industrial Solutions, Surface Technologies, Nutrition & Care und Agricultural Solutions. BASF erzielte 2021 weltweit einen Umsatz von 78,6 Milliarden €. BASF-Aktien werden an der Börse in Frankfurt (BAS) sowie als American Depositary Receipts (BASFY) in den USA gehandelt. Weitere Informationen unter www.basf.com.

Über thyssenkrupp Uhde

thyssenkrupp Uhde vereint einzigartiges technologisches Know-how und jahrzehntelange, weltweite Erfahrung in Planung, Beschaffung, Bau und Service von Chemieanlagen. Wir entwickeln innovative Verfahren und Produkte für eine nachhaltigere Zukunft und tragen so zum langfristigen Erfolg unserer Kunden in nahezu allen Bereichen der chemischen Industrie bei. Unser Portfolio umfasst führende Technologien für die Produktion von Basischemikalien, Düngemitteln und Polymeren sowie komplette Wertschöpfungsketten für grünen Wasserstoff und nachhaltige Chemikalien. www.thyssenkrupp-industrial-solutions.com

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Tel.: +49 231 547 3334
E-Mail: christian.dill@thyssenkrupp.com

BASF
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Tel.: +49 621 60-29875
kerstin.hoffmann@basf.com

BASF SE
67056 Ludwigshafen
www.basf.com
presse.kontakt@basf.com

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3/30/22

thyssenkrupp, Holcim und TU Berlin starten Forschungsprojekt zur CO2-Reduktion

  • CO2-Abscheidung (Carbon Capture) mittels eines neuen Aminwäsche-Verfahrens

  • Ziel ist Emissionsreduktion bei bestehenden Zementanlagen

 In der Zementindustrie wird auf vielfältige Weise an der Reduktion von CO2-Emissionen gearbeitet. Der Grund: Auch bei vollständigem Einsatz von erneuerbaren Energien wird bei der Zementherstellung rohstoffbedingt CO2 frei und an die Atmosphäre abgegeben. In einem gemeinsamen Projekt untersuchen die Partner thyssenkrupp Uhde, Holcim und die Technische Universität Berlin daher den Einsatz neuster Aminwäsche-Technologie zur CO2-Abtrennung. Ziel ist es, den CO2-Ausstoß von bestehenden Zementanlagen deutlich zu reduzieren und gleichzeitig das abgetrennte CO2 für weitere Anwendungen nutzbar zu machen. Konkret werden unter anderem neue Stoffaustausch-Apparate entwickelt, die den Wirkungsgrad verbessern sollen und widerstandsfähiger gegen Verunreinigungen sind. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert unter dem Förderkennzeichen 03EE5103A.

Dr. Ralph Kleinschmidt, Head of Technology, Innovation and Sustainability bei thyssenkrupp Uhde: “Die Aminwäsche wird bereits vielfach eingesetzt, um CO2 aus Prozessgasen oder auch Abgasen zu gewinnen. Nun entwickeln wir die Technologie weiter und optimieren sie für die Zementindustrie. Auch weitere Anwendungen wie z.B. bei Müllverbrennungsanlagen sind möglich, um CO2 direkt an der Quelle auffangen zu können.“

Arne Stecher, Leiter Dekarbonisierung Holcim Deutschland: „Carbon Capture wird in der nahen Zukunft eine Notwendigkeit für Zementwerke sein. Daher suchen wir nach der besten Carbon Capture Technologie und testen verschiedene Verfahren. Die CO2-Abscheidung mittels Aminwäsche ist eine vielversprechende Lösung. Ich freue mich, dass wir den Einsatz des innovativen Verfahrens in der Zementindustrie gemeinsam mit unseren Partnern erproben können."

Prof. Dr.-Ing. Jens-Uwe Repke, Leiter des Fachgebiets Dynamik und Betrieb technischer Anlagen an der TU Berlin: „Innovative Abtrennungstechnologie für die Gasbehandlung zu entwickeln und bestehende Trenntechniken immer effizienter, umweltschonender sowie nachhaltiger zu gestalten und diese zur Anwendung zu bringen, ist eine drängende sowie entscheidende Aufgabe und direkter Beitrag zum Klimaschutz. Diese Aufgabe gelingt nur in enger Kooperation zwischen Industrie und Forschungseinrichtungen wie Universitäten.“

Die Leistungsfähigkeit und Effizienz dieser Einrichtungen werden mit realem Abgas im Zementwerk am Standort Beckum getestet. Damit werden die Grundlagen für einen kommerziellen Einsatz gelegt. Außerdem werden verschiedene Verwendungsmöglichkeiten für das gewonnene CO2 betrachtet, beispielsweise Methanol oder nachhaltige Kraftstoffe. Mit diesem Verfahren wollen die Partner einen Beitrag zur Reduktion von Klimagasen insbesondere bei Bestandsanlagen zur Zementherstellung leisten. Diese können dann mit Einrichtungen zur Abtrennung des CO2 aus dem Prozessabgas nachgerüstet werden, ohne weitere Anpassungen am Produktionsprozess.

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Holcim (Deutschland) GmbH
René Leja
Referent Corporate Communications
Tel.: +49 40 3 60 02-128
E-Mail: rene.leja@holcim.com

Prof. Dr. Ing. Jens-Uwe Repke
TU Berlin
Fachgebiet Dynamik und Betrieb technischer Anlagen
Tel.: +49 30/314-23893
E-Mail: j.repke@tu-berlin.de 

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