Propylenoxid – die saubere Evonik-Uhde HPPO-Technologie

Übersicht

Evonik und thyssenkrupp Uhde haben gemeinsam ein nebenproduktfreies Verfahren zur Herstellung von Propylenoxid (PO) via Wasserstoffperoxid entwickelt. Neben den wirtschaftlichen Vorteilen bietet es zahlreiche weitere Vorteile gegenüber den heute üblichen Verfahren.

Im Jahr 2001 gaben Evonik und thyssenkrupp Uhde eine exklusive Partnerschaft zur Entwicklung des neuen Verfahrens bekannt. Evonik untersuchte das Verfahren und entwickelte einen dafür optimierten Katalysator, während thyssenkrupp Uhde sein Know-how in der Verfahrenstechnik sowie in der Planung und im Bau von Chemie- und anderen Industrieanlagen einbrachte.

Seit 2008 ist die Evonik-Uhde-HPPO-Technologie in der ersten Anlage dieser Art bei SK picglobal in Südkorea erfolgreich im kommerziellen Betrieb. Die Kapazität dieser Anlage ist 2012 auf 130 000 t/Jahr erweitert worden. Evonik und thyssenkrupp Uhde wurden ebenfalls mit dem Bau einer HPPO-Anlage mit einer Kapazität von 300.000 t/Jahr für JiShen Chemical Industry Co. Ltd. in Jilin City in der Provinz Jilin, China, beauftragt, die 2014 in Betrieb genommen wurde. Im Jahr 2022 verzeichneten die Kooperationspartner einen weiteren Erfolg, als die 300.000 t/Jahr HPPO-Mega-Anlage der Qixiang Tengda Chemical Company in Zibo, China, erfolgreich in Betrieb ging. Und auch ein viertes Megaprojekt steht kurz vor dem Abschluss: Die 200.000 t/Jahr-Anlage für den ungarischen Kunden MOL Group ist in die Inbetriebnahmephase eingetreten.

Das Evonik-Uhde-Verfahren produziert PO aus Propylen und Wasserstoffperoxid (H2O2) unter Verwendung eines speziellen Titansilikalit-Katalysators (TS-1). Die Vorteile des neuen Verfahrens sind klar: Es ist kosteneffektiver zu betreiben als die gegenwärtig üblichen PO-Produktionsprozesse und das signifikant niedrigere Investment erlaubt Investoren größere Flexibilität bei Investmententscheidungen.

Ein zusätzlicher Vorteil: thyssenkrupp Uhde kann auch Anlagen für die Propylen-Produktion liefern mit dem proprietären STAR Prozess.

2024 HPPO World-Scale Anlage für MOL, Ungarn
2022 HPPO World-Scale Anlage für Qixiang Tengda Chemical Company in Zibo, China
HPPO World-Scale Anlage für JiShen Chemical Industry Co., Ltd. in Jilin City, China
HPPO Anlage für SKC, Ulsan, Südkorea
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Dank des geringen Rohstoffverbrauchs und des konsolidierten Energieintegrationskonzepts unserer HPPO-Technologie weist unser PO-Produktionsprozess den niedrigsten CO2-Fußabdruck aller Propylenoxid-Technologien auf. 

Die in der obigen Grafik dargestellten Zahlen beziehen sich auf Rohstoffe und Betriebsmittel, die mit erneuerbaren, kohlenstoffarmen Verfahren hergestellt werden, die in den letzten Jahren auf dem Markt an Bedeutung gewonnen haben. 

Die Zahlen lassen noch Raum für Verbesserungen. Der Dampfverbrauch wird auf der Grundlage der traditionellen Erdgasproduktion berechnet. Wir evaluieren jedoch bereits moderne Alternativen, wie z. B. Strom als Heizmedium, der das Potenzial hat, den CO2-Fußabdruck auf etwa 700 kg CO2/Tonne PO zu reduzieren, da er nicht nur den Dampf-Fußabdruck in der HPPO-Anlage, sondern auch in der H2O2-Anlage verringert. 

Letztlich ist unsere Grundeinstellung eine Null-Emissions-Philosophie. Wir arbeiten weiterhin hart daran, unseren Kunden den effizientesten und umweltfreundlichsten Ansatz für die Behandlung von HPPO-Anlagenemissionen zu bieten und damit den CO2-Fußabdruck nachgeschalteter Einheiten zu reduzieren.